Architekturbüro Birkle
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1229 STUDIE ZUM NEUBAU EINER TINY-HAUS-SIEDLUNG IN LANGERRINGEN

1229 STUDIE ZUM NEUBAU EINER TINY-HAUS-SIEDLUNG IN LANGERRINGEN

Titel:                      Kleines Wohnen mit großem Komfort

Bauvorhaben     Studie zum Neubau einer Tiny-Haus-Siedlung

Ort:                        Langerringen

Planungsjahr:    2022

Bauweise:           Holzständerbau

Energetischer Standard: EH40+

Wohnfläche:      475 m²

 

In den letzten Jahren hat sich auch in Deutschland eine Bewegung um das so genannte Tiny House entwickelt, die ursprünglich aus den USA kommt. Bereits in den 20er Jahren gab es einige Tüftler, die die Mobilität eines Kraftfahrzeugs mit der Wohnbehaglichkeit eines Zuhauses verbinden wollten. Dadurch entstanden die ersten „Motorhomes“. Diese wirkten dem Trend der immer größer werdenden Wohnraumfläche entgegen.

Auch in Europa hat dieser Trend in den letzten Jahren Anhänger gefunden und sich mittlerweile zu einer bewussten Lebenseinstellung entwickelt. Ein Tiny House spricht vor allem Menschen an, die finanziell unabhängig sein und einen deutlich bewussteren Lebensstil pflegen wollen. Auch der ökologische Gedanke spielt eine große Rolle, denn in puncto Ressourcen, Nachhaltigkeit und Energieverbrauch kann ein Kleinhaus neue Maßstäbe setzen.

Ein am südlichen Ortsrand von Langerringen liegendes Grundstück bietet sich aufgrund Lage und Größe für eine Nutzung mit fest installierten Tiny-Häusern an. Zwei zweigeschossige Baukörper sind versetzt zueinander angeordnet und nach Süden hin ausgerichtet. Alle Wohnungen verfügen über Terrassen mit einem kleinen privaten Garten oder großzügige Südbalkone. Die Wohnungsgrößen variieren von 45 m² – 59 m² und sind geeignet für Kleinfamilien mit zwei bis drei Personen.

Die Erschließung erfolgt von Norden, dort sind auch Zufahrten und Parkplätze vorgesehen. Die Wohnungen im Obergeschoss sind über eine bequeme Außentreppe zu begehen, die über die seitlichen Anbauten mit Flachdach führen. Diese Flächen können auch als großzügige Dachterrassen genutzt werden. Das haustechnische Konzept ist simpel: Der Passivhausstandard sorgt dafür, dass wenig Heizleistung erforderlich ist. Diese kommt von einer zentralen Wärmepumpe, die einen Großteil des benötigen Strom aus der hauseigenen PV-Anlage mit Batteriespeicher bezieht. Frische Luft kommt über dezentrale Lüftungsgeräte ins Innere, wertvolle Abwärme wird über Wärmetauscher wiedergenutzt.

Kategorie:

Mehrfamilienhaus, Holzbau

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